Rodeln ist ein beliebter Sport in und um Innsbruck, hier befindet sich die erste Kunsteisbahn Österreichs. Wie es dazu kam, dass der ehemalige Olympia Austragungsort für gerade diesen Sport berühmt wurde, und wie der Volkssportler das Rodeln betreiben sollte, erfahren Sie hier.
Die Anfänge der Kunsteisbahn in Innsbruck-Igls
Schon 1935 wurde in Innsbruck-Igls eine Rodelbahn für die Austragung der ersten Weltmeisterschaften gebaut. Der Start befand sich an der Römerstraße und das Ziel bei der Talstation der Patscherkofelbahn. Da die Strecke allerdings sehr gefährlich war und es zu einigen Umfällen kam, wurde sie wieder geschlossen. Als Innsbruck dann als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1964 feststand, wurde 1962 unterhalb des Patscherkofels mit dem Bau der Olympiabobbahn Igls begonnen, die mit 1506 m Länge 13 Kurven aufwies. Sie bestand aus zwei separaten Kunsteisbahnen aus Beton. 1973 wurde der Bau einer weiteren Kunsteisbahn in Angriff genommen. Hierbei handelt es sich um eine Kunsteisbahn, auf der die Sportarten Bob, Rodeln und Skeleton betrieben werden können. Bis heute wird diese immer wieder erneuert und aktualisiert. 2004 wurde die Sanierung der Betonröhre abgeschlossen und seit 1990 existiert der Damenstart in der fünften Kurve. Schon 1981 wurde dem Auslauf eine weitere Kurve angehängt.
Rodeln als Volkssport
Seit 1964 ist Rodeln in der Kunsteisbahn nun eine olympische Disziplin, die weitgehend von den Deutschen dominiert wird. Seit fast 40 Jahren gibt es Diskussionen um die Aufnahme des Naturrodelns ins olympische Programm. Bis heute hat diese aber nicht stattgefunden.
Innsbruck bietet allerdings nicht nur professionellen Rodlern eine ideale Infrastruktur, die Naturrodelbahnen eignen sich besonders für den Volkssport. In Innsbruck und Umgebung laden 20 gut gesicherte, für Familien geeignete Rodelbahnen zum Volkssport ein. Nicht nur bei den Tirolern, sondern auch bei ihren Gästen ist Rodeln ein beliebter Sport, weil er als Familie gemeinsam gepflegt werden kann. Allerdings ist zu beachten, dass Rodeln nicht ungefährlich ist. Die rasanten Geschwindigkeiten können dazu führen, dass der Schlitten außer Kontrolle gerät. Unfälle sind meist die Folge. Allerdings kann dieses Risiko minimiert werden. Allerdings sind dafür einige Sicherheitshinweise zu beachten.
Sicherheitshinweise für das Rodeln
Wetterfeste Kleidung und rutschfeste Schuhe sind ein Muss für jeden Rodler. Ideal sind zudem Skibrille und Helm, vor allem für Kinder. Wer bei Nacht rodelt, muss außerdem für ausreichende Beleuchtung sorgen, wozu sich eine Stirnlampe hervorragend eignet. Einige Naturrodelbahnen befinden sich auf Autostraßen. Achten Sie darauf, dass Sie keinem Fahrzeug in die Quere kommen. Bobs sind nicht geeignet für Rodelbahnen. Ein Rodel mit Lenkriemen und Schienen, die nach innen gekantet sind, sorgen für mehr Sicherheit. Trinken Sie auch keinen Alkohol, denn ob Rodeln oder Auto fahren, Alkoholgenuss trübt das Reaktionsvermögen. Wenn sie die Bahn vor der Abfahrt besichtigen, können Sie sich markante Stellen merken und verringern so das Unfallrisiko. Rodeln macht Spaß, und gerade deshalb sollte für ausreichend Sicherheit gesorgt werden.
Fotorechte bei Dreef – Fotolia