From The Blog

Einblicke in die Rodelgeschichte

Seit 1964 gehört Rodeln zu den olympischen Sportarten. An den folgenden 13 Olympiaden wurden jeweils Wettbewerbe in drei Kategorien durchgeführt:...

Seit 1964 gehört Rodeln zu den olympischen Sportarten. An den folgenden 13 Olympiaden wurden jeweils Wettbewerbe in drei Kategorien durchgeführt: Damen, Herren und Doppelsitzer. Der Sport hat an Popularität gewonnen und wurde stets weiterentwickelt.

Die Anfänge des Rodelns

1883 fand in der Schweiz der erste Rodelwettkampf statt. Der ursprünglich auf die Alpenländer beschränkte Sport entwickelte sich bald zu einer internationalen Disziplin, in der 1914 die ersten Weltmeisterschaften stattfanden. Die Federation Internationale de Bobsleigh et de Tobboganing wurde zehn Jahre später gegründet. Bereits in den dreißiger Jahren gab es Bemühungen um die Aufnahme des Rodelns als olympische Disziplin. Es vergingen zwanzig Jahre, bis das olympische Komitee dem Antrag zustimmte und 1964 die Disziplin erstmals an den Olympischen Spielen im Programm mit dabei war. Zuerst wurden die Wettkämpfe auf Natureis ausgeführt, weshalb es häufig zu Verschiebungen kam, wenn die Wetterbedingungen nicht ideal waren. Diese Probleme wurden 1976 behoben, als die Wettbewerbe erstmals auf der Kunsteisbahn in Innsbruck ausgetragen wurden. In den Anfangsjahren wurde viel mit der Technik experimentiert, doch durch das immer detaillierter werdende Reglement wurde den Experimenten ein Riegel vorgeschoben.

Die Entwicklung zur etablierten olympischen Sportart

Nach der Vergabe der Olympischen Winterspiele 1964 an Innsbruck wurde mit dem Bau einer Natur-Bob- und Rodelbahn begonnen. Die olympischen Rennen waren ein Erfolg und wurden von allen Seiten gerühmt für den reibungslosen Ablauf. Die darauf folgende Olympiade 1968 in Grenoble war die Präparation der Piste nicht ausreichend und die Rennen mussten häufig verschoben werden. 1976 wurden die Wettbewerbe erstmals auf einer Kunsteisbahn durchgeführt, erneut in Innsbruck.

Weitere Rodlernationen mischen an der Weltspitze mit

An den olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid waren vor allem bei den Frauen die Athletinnen aus der Sowietunion erfolgreich. Vera Sosulja ist bis heute die einzige Olympiasiegern dieser Disziplin, die nicht Deutsch als Muttersprache hatte. 1988 räumten die DDR-Athleten in Calgary ein letztes Mal die Goldmedaillen ab. Dies war auch der Auftakt der Karriere von Georg Hackl, der mit seiner Silbermedaille eine 14-jährige Erfolgsserie einläutete. In Albertville 1992 gewannen die Österreicher und die deutschen Athleten zusammen acht der neun Medaillen und demonstrierten einmal mehr ihre Überlegenheit. Mit der Auflösung der Sowjetunion verschwanden die osteuropäischen Rodler für eine gewisse Zeit von der Bildfläche. 2006 gelang es mit dem Russen Albert Demtschenko nach langem wieder mal einem Osteuropäer, mit den besten Rodlern mitzuhalten. Der Tod eines georgianischen Rodlers überschattete die olympischen Winterspiele von Vancouver 2010. Viele Fahrer hatten auf der dortigen Bahn Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt, was eine Diskussion um deren Sicherheit nach sich zog. Nach dem tragischen Unfall am Tag der Eröffnungsfeier wurde die Strecke verkürzt. Es ist zu erwarten, dass in Zukunft weitere Modalitäten des Rodelsportes in das olympische Programm aufgenommen werden, wie zum Beispiel Naturrodeln, Teamstaffel oder Mannschafts-Wettkampf.

Bilder erstellt von trekandshoot – Fotolia

Ähnliche Beiträge:

Tags: