Kaum fallen die ersten Schneeflocken, kramen die Kids den Schlitten oder den Bob aus der Abstellkammer hervor und versuchen die erste Rodelpartie. Damit aus dem Wintervergnügen kein Unglück wird, sind einige Regeln zu beachten, denn 20 % der Unfälle im Wintersport passieren beim Rodeln. Werden diese aber beachtet, so steht dem lustigen Spaß im Schnee nichts mehr im Wege.
Es hat geschneit
Werden Sie am frühen Sonntagmorgen von diesem Jubelruf Ihrer Kinder geweckt, ist das Sonntagsprogramm bereits geklärt. Auf dem kleinen Rodelberg im Park haben sich warm vermummte Jungen und Mädchen eingefunden und sausen auf Schlitten, bunten Plasteschüsseln und anderen Unterlagen mit lautem Freudengeschrei den Hang hinunter. Das ist ein harmloses Vergnügen, die Schneedecke ist noch dünn und die Grashalme der Wiese bremsen die Fahrt der Kinder ab. Beim Rodeln im Wald sieht das anders aus. Ein Spaziergang durch den dick verschneiten Winterwald ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Gibt es Hänge, die sich zum Rodeln eignen, ist das eine willkommene Abwechslung. Im frischen, weichen Schnee erreicht der Schlitten nur geringe Geschwindigkeit und Sie können Ihn sicher steuern. Ist die Schneedecke verfestigt, müssen Sie unbedingt vorsichtig sein. Die Geschwindigkeit beim Rodeln wird nicht nur von Kindern unterschätzt. Auf schmalen Waldwegen, die rechts und links von Bäumen gesäumt sind, ist ein Zusammenstoß beim kleinsten Lenkfehler vorprogrammiert und kann erhebliche Folgen haben.
Damit der Spaß nicht zur Gefahr wird
Schon beim Kauf eines Rodelgerätes können Sie etwas für die Sicherheit Ihrer Familie tun. Vielleicht besitzen Sie noch einen Holzschlitten aus Ihren Kindertagen. Die eignen sich für das gemeinsame Rodeln mit kleinen Kindern recht gut, weil Mutter oder Vater das Kind sicher halten können und mit den Füßen die Fahrt abbremsen und steuern. Schlitten mit kantigen Eisenkufen lassen sich sicherer steuern als welche mit runden Kufen. Diese Schlitten kippen leicht um, weshalb man sich einsame Rodelgelegenheiten suchen sollte, um nicht von anderen Schlitten angefahren zu werden. Für vereiste Rodelstrecken eignen sich Schlitten mit runden Kufen auch nicht, da die Geschwindigkeit zu hoch wird und man leicht die Kontrolle verliert. Wollen die größeren Kinder allein rodeln, sind die Plastikbobs zu empfehlen. Die können zwar auch recht schnell werden, verfügen aber über Einrichtungen zum Bremsen und Lenken. Achten Sie beim Kauf auf TÜV- und GS-Siegel. Die Bremskrallen müssen aus Metall bestehen, damit sie die Fahrt zuverlässig abbremsen. Die Bobs sind leicht und niedrig, im Notfall können sich die Kinder seitlich herausfallen lassen und einen Zusammenstoß mit einem Hindernis vermeiden. Aufblasbare Rodelgeräte gelten als besonders gefährlich. Sie haben eine große Auflagefläche und tauchen kaum in den Schnee ein. Sie lassen sich schwer führen und geraten gelegentlich ins Trudeln, ein Steuern oder Bremsen ist dann bei hohem Tempo nicht mehr möglich. Immer wieder enden solche Rodelpartien mit schweren Kopfverletzungen und Knochenbrüchen. Damit das nicht passiert, sollten Sie Ihre Kinder auf einige wichtige Regeln hinweisen.
Wichtige Verhaltensregeln
- niemals bäuchlings mit dem Kopf voran rodeln, weil schwere Kopfverletzungen drohen
- Rodelhänge die Straßen kreuzen, sind zu meiden
- beim Rodeln dürfen niemals mehrere Schlitten aneinander gehängt werden
- nach einem Sturz ist die Piste umgehend zu räumen
So sollte das Rodeln zum ungetrübten Winterspaß ohne gefährliche Unfälle werden.
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